Leonie Kleinöder ist seit Mai 2026 Sous-Chefin im Criss Studio. Die 27-Jährige stammt aus Konstanz am Bodensee und hat in Hamburg im Hygge Brasserie & Bar ihre Ausbildung absolviert. Anschließend ging es für sie zurück in die Heimat: Sie hat im Restaurant Anglerstuben in Konstanz weitere Erfahrungen gesammelt, doch Hamburg ließ sie nicht los. Hier war sie im Restaurant Klinker als Chef de Partie sowie im Restaurant Petit Amour als Sous-Chefin beschäftigt. Für ihre heutige Arbeit im Criss Studio wurde sie für den Genuss-Creator Award in der Kategorie Sous-Chefin des Jahres nominiert.
Egal was passiert, man sollte nie sein Lachen verlieren
Leonie Kleinöder
Leonie Kleinöder, warum bist du in der Gastronomie gelandet?
Meine Mutter ist Restaurantfachfrau und mein Vater Koch. Dadurch hatte ich von klein auf immer Kontakt zur Gastronomie. Ein großes Plus war auf jeden Fall, dass meine Schwestern und ich immer frisch gebackene Brezeln aus der Küche klauen durften, in der mein Papa gearbeitet hat. Das war ein Grund für mich zu sagen: Das brauch ich auch!
Warum ist die Gastronomie für dich die richtige Branche?
Weil man mit Menschen zusammenarbeitet, die wirklich Bock auf ihren Job haben. Und es für mich schon immer toll war, wenn ich andere Menschen mit dem glücklich machen kann, was mir am meisten Spaß macht.
Was liebst du an deinem Job am meisten?
Unlimited Schokoladen-Supply, lachende und begeisterte Gäste und Feierabendgespräche mit meinen Arbeitskolleg*innen.
Gab es jemanden, der dich besonders gefördert oder inspiriert hat – ein Vorbild oder Mentor?
Mein Papa und mein erster Küchenchef nach der Ausbildung: Christian Siebel von dem Restaurant Anglerstuben in Konstanz. Und sonst inspirieren mich alle Frauen, die laut sind und für das einstehen, was ihnen wichtig ist.
Was treibt dich an einem langen Arbeitstag an?
Feierabend – der kommt immer.
Gibt es ein Gericht, ein Getränk oder einen Geschmack, der dich an deine Kindheit erinnert?
Almdudler beim Skifahren und die Bolognese von meinem Papa: für immer mein Lieblingsessen.
Was machst du, um nach einem intensiven Arbeitstag abzuschalten?
Apfelschorle trinken.
Worauf bist du besonders stolz, auch wenn es nicht im Lebenslauf steht?
Support aus den eigenen Reihen und mein Himbeersorbet.
Wovon träumst du beruflich noch?
Mein eigenes kleines Restaurant.

Was macht eine richtig gute Sous-Chefin aus?
Empathie, soziale Kompetenz und Vertrauen. Und im Herzen immer Party-Chefin bleiben.
Welche Aufgabe im Küchenalltag wird oft unterschätzt?
Personalessen und Spüle.
Was hast du von deinen Küchenchefs gelernt?
Egal was passiert, man darf nie sein Lachen verlieren und sollte auf das stolz sein, was man jeden Tag macht.
Wo wird deine eigene Handschrift erkennbar?
Salzkaramell und Verjus darf auf jeden fall nie fehlen.
Was war eine Situation, in der du besonders viel Verantwortung übernehmen musstest?
Ich würde sagen, dass es keine bestimmte Situation gibt. Meistens sind es immer die Tage, an denen ein Part des Teams fehlt. Manchmal tut das aber auch ganz gut, weil das die Tage sind, an denen man am besten zusammenarbeitet und über sich hinauswächst.
Ohne Gastronomie wäre ich
wahrscheinlich deutlich unlustiger
Mein schönster Moment im Job war
bis jetzt immer, wenn meine Familie zum Essen vorbeigekommen ist
Ein perfekter Abend beginnt für mich
mit Schaumwein
Das beste Kompliment eines Gastes war,
dass man es nicht besser hätte machen können
In der Gastronomie wünsche ich mir
mehr Diversität, weniger Ernsthaftigkeit und viel mehr Köchinnen
