Mirco Liesk wurde in der Niederlausitz in Spremberg geboren und hat nicht weit entfernt auch seine Ausbildung gemacht: Im Landhotel Burg im Spreewald wurde er zum Hotelfachmann. Danach ging es für ihn nach Cottbus in das Cavalierhaus im Branitzer Park und schließlich nach Hamburg. Zuerst brachte er bei Kinfelts Kitchen & Wine seine Expertise ein, bevor er im November 2025 zum Grill im Hotel Vier Jahreszeiten kam.
Gäste zu begrüßen und sie als Freunde zu verabschieden, liebe ich am meisten an meinem Job
Mirco Liesk
Mirco Liesk, warum bist du in der Gastronomie gelandet?
Die Arbeit mit Menschen stand für mich immer an erster Stelle bei der Berufswahl, und zudem war ich schon immer gerne Gastgeber.
Warum ist die Gastronomie für dich die passende Branche?
Ich genieße die Arbeit am Gast, als Gastgeber aufzutreten und für jeden Moment und Anlass den passenden Wein zu finden. Jeder Tag und jeder Service bringt neue Herausforderungen, welchen ich mich gerne stelle.
Was liebst du an deinem Job am meisten?
Gäste zu begrüßen und sie als Freunde zu verabschieden. Zudem einer der Gründe sein zu können, warum sie einen unvergesslichen Abend im Hotel Vier Jahreszeiten hatten.
Gab es jemanden, der dich besonders gefördert oder inspiriert hat – ein Vorbild oder Mentor?
Mein Mentor ist Maximilian Wilm aus dem Kinfelts Kitchen & Wine. Er hat mir die Tür zur Weinwelt geöffnet, mich gefordert und gefördert.
Was treibt dich an einem langen Arbeitstag an?
Mein Anspruch an mich selbst. Ich möchte jeden Tag über mich hinauswachsen und etwas besser sein als am Tag zuvor.
Gibt es ein Gericht, ein Getränk oder einen Geschmack, der dich an deine Kindheit erinnert?
Ein klassisches Gericht aus dem Spreewald: Pellkartoffeln, Quark und Leinöl erinnern mich an einen Sommerferien-Tag bei Oma und Opa.
Was machst du, um nach einem intensiven Arbeitstag abzuschalten?
Ich höre auf voller Lautstärke Musik meiner Lieblingsband.
Worauf bist du besonders stolz, auch wenn es nicht im Lebenslauf steht?
Auf meine Familie, die trotz der Entfernung jeden Tag hinter mir steht und mich motiviert weiterzumachen.
Wovon träumst du beruflich noch?
Ich möchte in Zukunft Head Sommelier in einem Unternehmen werden, weiter den Weg des Court of Master Sommelier gehen und die Prüfung des „Master Sommelier“ wagen. Zudem plane ich 2027 an der Trophy der Sommelier Union Deutschland teilzunehmen.

Wie bist du zum Wein gekommen?
Während meiner Ausbildung hat ein guter Freund und damaliger Vorgesetzter mich mit in die Pfalz zur Weinlese beim Weingut Odinstal genommen. Dort begann die Liebe für das Thema Wein.
Was macht eine herausragende Weinbegleitung aus?
Für mich persönlich die Abwechslung. Die Weinwelt ist riesengroß und man kann viele unterschiedliche Stilistiken präsentieren.
Welcher Wein oder welche Region hat dich zuletzt besonders begeistert?
Die Loire durch ihre unterschiedlichen Stile. Besonders Vouvray mit seinen Chenin Blanc.
Wie erklärst du Wein so, dass Gäste sich nicht belehrt fühlen?
Ich versuche immer, auf Augenhöhe mit den Gästen zu reden. Da ich im Anzug auf der Arbeit sehr jung aussehe, mache ich auch spielerisch davon Gebrauch.
Was macht eine gute Weinkarte aus?
Diversität, Jahrgangstiefe und das Konzept. Wenn die Weinkarte zum Restaurant oder zur Bar passt, macht es umso mehr Spaß.
Ohne Gastronomie wäre ich wahrscheinlich
Bankkaufmann geworden
Mein schönster Moment im Job war,
als vorerst skeptische Gäste meine Weinempfehlungen angenommen haben und sich beim Verabschieden für die wundervollen Empfehlungen bedankten. Beim nächsten Besuch meinten diese Gäste dann, dass sie die Weinkarte nicht mehr benötigen würden und sich auf meine Expertise voll und ganz verlassen
Ein perfekter Abend beginnt für mich mit
einem Glas Krug-Champagner
Das beste Kompliment eines Gastes war
von einem älteren Herren, der selbst in der Hotellerie gearbeitet hat und sich für den Abend bedankte mit den Worten „Es freut mich sehr, dass es noch junge Menschen gibt, die diesen Job mit so viel Freude ausüben“
In der Gastronomie wünsche ich mir mehr
Verständnis für unseren Beruf. Wir leben diesen Job jeden Tag mit Leidenschaft und Herzblut – und wünschen uns, dass genau das gesehen und wertgeschätzt wird