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Neueröffnung

Von Goat zu Gefion 

Hamburger Küche ganz modern: Marcel Hapke und Luke Leon Nennecke eröffnen mit dem Gefion ihr erstes eigenes Restaurant, das mit kreativen Gerichten und in einer außergewöhnlichen Location begeistern soll 

13. August 2026 von Alice von der Laden

Marcel Hapke und Luke Leon Nennecke setzen in ihrem Gefion auf Hamburger Küche und Hamburger Ambiente / ©Emilia Fischer-Couso
Marcel Hapke und Luke Leon Nennecke setzen in ihrem Gefion auf Hamburger Küche und Hamburger Ambiente / ©Emilia Fischer-Couso

Jetzt im Sommer kann man die Rotunde mit den tiefen Fenstern von der Alsenstraße aus kaum erkennen. Alles ist zugewachsen, die Bäume in vollem Grün. Doch hier, nur wenige Meter von der neuen Flora entfernt, ist die Baustelle des neuen Restaurants von Marcel Hapke und Luke Leon Nennecke gerade in den letzten Zügen. Am kommenden Samstag, 15. August, wird das Gefion eröffnet. Sechs Monate lang haben die beiden Köche dort gemeinsam mit Freunden und Familie, mit Handwerkern und Profis gearbeitet und das ehemalige Restaurant Breitengrad völlig neu gestaltet, um hier ab Mitte August endlich ihr ganz eigenes Ding zu machen. 

Das Gefion ist benannt nach der Gefionstraße an der sich das einstöckige Gebäude befindet. Nach einer Location wie dieser haben die beiden Freunde lange Zeit gesucht: 2021 haben sie sich mit ihrem Catering-Unternehmen Goat selbstständig gemacht, anschließend einige Jahre für die unterschiedlichsten Veranstaltungen gekocht. Dann kam der Wunsch nach einem eigenen Restaurant – doch die richtige Location in Hamburg zu finden, ist kein Kinderspiel. Es folgen Übergangslösungen: Eine Zeit lang kochen die beiden im Pop-up Bistro Bar 5 im Pallas, anschließend bauen sie im Blankeneser Stilwerk Strandhotel die Gastronomie auf. Als sich Letzteres dem Ende neigte, führten Hapke und Nennecke ein Krisengespräch: „Wir mussten überlegen, wie wir in Blankense weitermachen“, erinnert sich Hapke. „Währenddessen hat Luke die Anzeige gesehen. ‘Das muss Scam sein’, haben wir gedacht. Anschließend haben wir dort angerufen und einen Termin vereinbart. Das hier ist eine absolute Traumlocation“, schwärmt der 36-Jährige. 

Mit dem richtigen Essen überzeugt 

Drei Vorstellungsrunden durchlaufen die beiden Gastronomen mit der Sprinkenhof AG, Vermieter der Location. Die Gastronomie befindet sich im gleichen Gebäude wie das Kulturzentrum B-Treff sowie ein dazugehöriger, mietbarer Veranstaltungsraum. Eine Prämisse des Vermieters war es, dass für Veranstaltungen des Kulturzentrums und Events ein Catering angeboten werden muss – ein Jackpot für die beiden Köche. „Zudem waren wir die einzigen, die etwas zu essen mitgebracht haben“, erzählt Hapke lachend. Und so haben die beiden am 12. Februar den Schlüssel für ihr eigenes Restaurant bekommen. 

42 Plätze im Inneren sowie ein Separee mit zehn weiteren Plätzen und ein Außenbereich mitten im Grünen gehören zum neuen Gefion. Das ehemalige sri-lankische Restaurant haben sie dafür von Grund auf renoviert: Die gelben Wände sind nun schwarz und der Eingangsbereich wurde von der Rotunde in den Garten versetzt. Betritt man das Restaurant an dieser Stelle, blickt man auf eine imposante Bar aus Beton. Darüber schwebt eine marmorierte Steinplatte, die von hinten beleuchtet wird und dank einer Spiegelfolie den Eingangsbereich wie eine Höhle erscheinen lässt. Der Fokus dieser Bar liegt auf Wein: Hauswein, kreative Tropfen, dazu alkoholfreie, saisonale Specials stehen auf dem Menü. Die Speisekarte setzt auf Hamburger Küche: „Wir haben uns Kochbücher vom 18. und 19. Jahrhundert aus Hamburg geholt und geschaut, was damals gegessen wurde. Das wollen wir neu und modern interpretieren“, erklärt Hapke. Er und Nenneke haben die Karte gemeinsam konzipiert, doch künftig wird Luke die Küche gemeinsam mit Azad Tas leiten. Tas hat nach seiner Ausbildung im ehemaligen Sternerestaurant 1797 absolviert und anschließend auf Stationen in ganz Deutschland und Österreich verfeinert. Nach einer Zeit im Jin Gui des Tortue freut er sich jetzt, gemeinsam mit Hapke und Nennecke das Gefion zu eröffnen. 

Hapke freut sich hingegen, sich nach 20 Jahren in der Küche aus dem täglichen Geschäft zu entziehen. Stattdessen wird er sich um den Service kümmern und als Gastgeber im Restaurant aktiv sein. Von Donnerstag bis Montag soll es kleine und große Gerichte zum Teilen oder als Menü geben. Was genau auf der Karte landet und ob bekannte Gerichte aus einer der vorherigen Stationen dabei sind, wird noch nicht verraten.

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Von einfacher Currywurst bis detailverliebtes Sushi, Alice von der Laden liebt die kulinarische Auswahl Hamburgs. Wenn sie sich nicht gerade durch die Gastro-Perlen der Stadt schlemmt, trinkt sie Astra in ihrer Stammkneipe.