Vor zwölf Jahren erfüllte sich Thorsten Frerichs mit dem Clockers den Traum einer eigenen Bar. Schnell etablierte sich das Geschäft – umso überraschender ist es, dass es nun geschlossen hat. Der Grund sind nicht Umsatzeinbußen oder das Ausbleiben von Kundschaft: Der Inhaber gibt preis, dass er sich mit der Bar und dem Betrieb von Café, Bar und Destille im Drilling schlichtweg übernommen hat.
Es ist mir nicht mehr gelungen, alles wie vorher in Ruhe und gut koordiniert zu führen
Inhaber Thorsten Frerichs
Es hätten sich laut Frerichs seit der Corona-Pandemie so viele Dinge auf gesellschaftlicher und gesamtwirtschaftlicher Ebene verändert, dass er bereits vor drei Jahren das erste Mal darüber nachgedacht habe, die Bar zu schließen. „Ich gehe davon aus, dass die Aufgabe des Standortes auf St. Pauli zu mehr Ruhe dort beitragen und schließlich einen positiven Effekt auf die Umgebung haben wird.“ Das Drilling ist von der Schließung nicht betroffen.
Clockers wird bleiben
Fans der Bar dürfen jedoch aufatmen: Die Marke Clockers wird bleiben und beizeiten Pop-ups und Events veranstalten. „Die Spirituosen sind nicht betroffen von dem Schritt“, so Frerichs. „Im Gegenteil – ich habe mehr Zeit, mich darauf zu konzentrieren.“ Gin, Kräuterlikör und Co. werden weiterhin im Einzelhandel, bei Fachhändlern sowie im Webshop erhältlich sein. Zur Bar-Schließung wird eine Sonderedition des Clockers Gins erscheinen.
Ein finales Ende möchte Frerichs mit der Schließung seiner Bar jedoch nicht verkünden. Da sich in den letzten Jahren gezeigt habe, wie unberechenbar alles geworden sei, würde er eine Neueröffnung an anderer Stelle nicht gänzlich ausschließen. „Aber aktuell brauche ich wieder einen machbaren Kernbetrieb“, so der Inhaber.