Winterhude hat kulinarisch viel zu bieten. Direkt am belebten Mühlenkamp kann man sich vor Angeboten kaum retten: Cafés, Bars, Restaurants und die ein oder andere Kneipe schmücken die Straße. Es lohnt sich jedoch auch, mal in die Seitenstraßen zu spazieren. Vor allem diejenigen, denen der Trubel mal zu viel ist und die Entschleunigung am Goldbekkanal vergebens suchen, sind bei Vigan in der Sierichstraße bestens aufgehoben. Der Eingang und der Außenbereich sind simpel gehalten, aber ist man erstmal drin, wird es umso gemütlicher. Der Familienbetrieb um Mitinhaberin Thanh Huyen Nguyen Thi besteht schon seit zweieinhalb Jahren an dem Standort in der Sierichstraße, jedoch vorher mit einem anderen Konzept: das damalige Oishi hatte sich mehr auf Sushi und Ramen konzentriert. „Wir haben überlegt, dass wir unser Konzept ändern wollen und mehr von dem wollen, was zum Stadtteil passt. Also hatten wir die Idee der veganen Küche und haben uns dafür Unterstützung von einem neuen Chefkoch mit 20 Jahren Erfahrung geholt. Er hat neue vegane Gerichte entwickelt, die ich so in Hamburg noch nicht gesehen habe“, erklärt Nguyen Thi.

Vegane Ente? Oder lieber veganes Hähnchen?
Auf der Karte stehen neben beliebten Klassikern wie Frühlingsrollen, Wan-Tan und verschiedenen Suppen mit Seetang oder Pilzen auch die veganisierten Hauptspeisen. Noch klassisch pflanzlich sind der gefüllte Tofu in Tomatensoße und die gefüllte Aubergine in Mangosauce. Etwas experimenteller wird es mit knusprigem veganem Hähnchen, veganer Ente in Pilzsauce und gebratenem veganem Rindfleisch mit eingelegtem Senfkohl. Alle Alternativen sind sojabasiert und kommen laut Nguyen Thi gut an: „Beim Soft-Opening war das Feedback, dass man nicht rausschmecken kann, dass es Soja ist. Es schmeckt wie Fleisch und ist eine gute Alternative für alle in der veganen Community und die, die noch vegan werden wollen. So ist es weniger schwer, diesen Schritt zu machen.“

