Ti Breizh beschreibt sich selbst als das Haus der Bretagne. Bereits seit 1998 ist Ti Breizh in Hamburg mit dem ersten Standort in der Deichstraße vertreten und bieten authentische bretonische Küche an. Auf der Karte stehen bei Ti Breizh neben Spezialitäten wie bretonischer Fischsuppe oder Artischockenboden mit Ziegenkäse hauptsächlich Crêpes und Galettes – eine herzhafte Variante aus Buchweizen. Galettes gibt es in zahlreichen Variationen: mit verschiedenen Käsesorten, Kochschinken und Spiegelei oder mit Räucherlachs. Auch bei dem riesigen Crêpe-Angebot ist es eine Herausforderung, sich zu entscheiden: mit hausgemachtem Karamell, mit Zartbitterschokolade und Vanilleeis oder doch mit Kastaniencreme? Daher beschreibt Marketingmanagerin Linda König das Konzept des Ti Breizh als „ein Konzept für alle Altersklassen und alle Gaumen“.

Stephane Le Cloirec, Küchenchef aller – bald vier – Standorte, ist selbst Bretone und seit zwanzig Jahren bei Ti Breizh. „Er legt besonderen Wert darauf, regionale Zutaten mit einem echten Handwerk zu verbinden und auf den Teller zu bringen“, berichtet König. So wird ein Großteil der Zutaten, die Le Cloirec und sein Team in ihren Küchen nutzen, vom französischen Großmarkt bezogen. Der Buchweizen, der für die Galettes benutzt wird, wird exklusiv für Ti Breizh in Bardowick in Niedersachsen angebaut.
Ab in die Lange Reihe
„Wir möchten das Konzept von Ti Breizh und das bretonische Lebensgefühl weiter in die Welt hinaustragen. Aber erstmal bleiben wir in Hamburg, denn die Stadt ist noch nicht gesättigt von unseren Crêpes und Galettes“, erzählt König. Nach längerer Suche nach einem möglichen vierten Standort fiel die Wahl auf eine Fläche in der Danziger Straße an der Ecke zur Langen Reihe: „Mit dem neuen Standort ziehen wir von der Elbe an die Alster“, erklärt König den Gedanken, den sie und Projektleiter Pouria Jansepar mit dem Standortzuwachs verbinden.
König ist sich sicher, dass der neue Standort der Richtige ist: „Es ist eine ganz belebte und individuelle Straße, mit vielen kleinen Boutiquen und inhabergeführten Geschäften – da passen wir perfekt rein.“ Außerdem betont sie: „Das gesamte Konzept von Ti Breizh basiert auf Weltoffenheit.“

Aus Männermode wird Küstenmode
Das Bruno’s musste zwar schließen, aber Mode wird es an dem Standort weiterhin geben – nur eben anders. „Auf unsere Boutique de la Mer freue ich mich besonders“, erzählt König. „Wir bieten bretonische und französische Küstenmode an, die in Frankreich produziert wird. Marken wie St. James und Royal Mer haben sich vor allem auf Küsten-, Segler- und Schifffahrtsmode spezialisiert.“ Dieses Konzept des Zusammenspiels aus Restaurant und Shop unter einem Dach hat Ti Breizh bisher nur am Standort in der Deichstraße etabliert. Im Karoviertel und in Hoheluft-West wird auf Mode verzichtet.
Im Moment ist das bretonische Lebensgefühl in St. Georg noch nicht zu spüren: „Wir sind noch in Planung. Die Umbauarbeiten werden sehr umfangreich, da wir aus einem Einzelhandelsgeschäft eine Gastronomiefläche machen und dadurch besondere Vorgaben, was Lüftungsgeschichten und Brandschutz angeht, auf uns zukommen.“ Trotzdem schätzt König hoffnungsvoll, dass der vierte Standort Ende des Jahres eröffnen kann.