Es gibt diese kleinen Momente im Alltag, die kaum Aufmerksamkeit verlangen und trotzdem dazugehören: der erste Kaffee am Morgen, ein Espresso nach dem Essen, die Tasse am Nachmittag. In Italien ist daraus über Generationen eine eigene Kultur entstanden. Kaffee wird nicht nur getrunken, sondern gehört zum sozialen Leben, als kurze Pause, als Ritual und als Einladung zum Gespräch. In dieser Kultur liegen die Wurzeln von Lavazza. 1895 in Turin gegründet, befindet sich das Unternehmen bis heute in vierter Generation im Besitz der Familie Lavazza. Aus dem italienischen Familienunternehmen ist ein internationaler Kaffeeanbieter geworden, der inzwischen in mehr als 140 Märkten vertreten ist. Geblieben ist die Verbindung zur italienischen Kaffeekultur. „Italianità“ bedeutet dabei nicht das klassische Italienbild, sondern Werte wie Gastfreundschaft, Geselligkeit, Stil und die Freude daran, einen Moment bewusst zu genießen.
Von der Mischung zum Espresso im All
Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Kaffee bei Lavazza schon früh mit der Idee von Veränderung verbunden war. Luigi Lavazza beschäftigte sich mit der Kombination verschiedener Kaffees und entwickelte damit das Blending, also das gezielte Mischen unterschiedlicher Rohkaffees zu einem bestimmten Geschmacksprofil. Was zunächst eine Idee zur Verfeinerung des Kaffees war, wurde zu einem wichtigen Teil der Entwicklung des Unternehmens. Neue Produkte und Zubereitungsformen kamen hinzu, ebenso Entwicklungen bei Verpackungen und Technik. Einer der ungewöhnlichsten Schritte führte schließlich dorthin, wo Kaffee wohl am wenigsten selbstverständlich ist: ins All. Lavazza war am ersten Espresso beteiligt, der im Weltraum getrunken wurde. Viel näher am Alltag sind die Veränderungen, die derzeit die Kaffeekultur prägen. In Deutschland etwa werden ganze Bohnen und Vollautomaten immer wichtiger. Dahinter steht unter anderem der Wunsch, Kaffee individueller zuzubereiten und sich auch zu Hause ein hochwertiges Kaffeeerlebnis zu schaffen. Die Entwicklung zeigt: Kaffeekultur bleibt nicht stehen, sondern passt sich den Gewohnheiten der Menschen an.
Was eine gute Tasse ausmacht
Bevor Kaffee eingeschenkt wird, hat er bereits einen langen Weg hinter sich. Für Lavazza beginnt er bei der Auswahl und Kombination der Rohkaffees, führt über die Röstung und endet erst mit der Zubereitung. Jeder dieser Schritte beeinflusst, was später in der Tasse ankommt. Dabei spielt Technik eine Rolle, aber eben nicht nur. Gerade beim Espresso entscheidet auch Erfahrung darüber, ob aus guten Bohnen ein guter Kaffee wird. Mahlgrad, Dosierung, Temperatur und Extraktion müssen zusammenspielen. Barista-Wissen und handwerkliches Können gehören deshalb ebenso zur Kaffeekultur wie die technische Ausstattung. Auch die Vorstellung davon, was einen Premiumkaffee ausmacht, hat sich verändert. Ein höherer Preis allein sagt wenig über die Qualität aus. Entscheidend sind Geschmack, nachvollziehbare Produktqualität und die Frage, was ein Kaffee tatsächlich leistet. Entsprechend entwickelt Lavazza sein Sortiment entlang neuer Geschmacksprofile, Zubereitungsarten und veränderter Konsumgewohnheiten weiter.
Kaffee auf der großen Bühne
Kaffee findet bei Lavazza auch jenseits von Bohnen, Röstung und Zubereitung statt. Seit vielen Jahren ist das Unternehmen in der Welt von Tennis, Kunst und Fotografie präsent. Besonders deutlich zeigt sich das am Lavazza Kalender, der seit 1993 gemeinsam mit international renommierten Fotografinnen entsteht und über die Jahre zu einem festen Bestandteil der Markengeschichte geworden ist. Im Tennissport wiederum ist Lavazza bei internationalen Turnieren und Veranstaltungen vertreten, zwei Bereiche, die auf ganz unterschiedliche Weise zeigen, wie weit die Welt des Kaffees reichen kann.
Eine Geschichte, die weitergeht
Mehr als 130 Jahre nach der Gründung in Turin ist Kaffee bei Lavazza noch immer eng mit seiner italienischen Herkunft verbunden. Gleichzeitig hat sich die Art, wie Kaffee getrunken und zubereitet wird, verändert. Neue Technologien eröffnen andere Möglichkeiten, Geschmäcker werden vielfältiger und aus dem klassischen Espresso entstehen immer neue Varianten. Die Geschichte von Lavazza lässt sich deshalb nicht nur als Geschichte eines Kaffeeunternehmens lesen. Sie erzählt auch davon, wie sich Kaffeekultur verändert, ohne ihre vertrauten Rituale ganz hinter sich zu lassen. Die Tasse am Morgen, der Espresso nach dem Essen oder die kurze Pause zwischendurch gehören weiterhin dazu, nur die Wege dorthin sind vielfältiger geworden.
