Wenn im Spätsommer die Holunderbeeren reif sind, hat die Holundersuppe in Norddeutschland traditionell Saison. Einige kennen die süße Mahlzeit, die auch Fliederbeerensuppe genannt wird, noch als Nachtisch und Zwischenmahlzeit von Oma. Bei Susanne und Alina Sawallisch landete das Gericht in ihrem neuen Kochbuch „Moin – Rezepte und Geschichten von der Nordseeküste“, die sich in ihrem zweiten Werk Traditionsrezepten aus dem äußersten Norden widmen Die warme, fruchtig-süße Suppe, verfeinert mit Zimt und Vanille, wärmt Leib und Seele und soll durch den hohen Vitamingehalt der Holunderbeeren der Erkältungssaison vorbeugen.
Zutaten für vier Personen
Für die Suppe:
1 Bio-Zitrone
700 ml Holundersaft
250 ml Apfelsaft
1 Stange Zimt
6 EL Zucker
1⁄2 Vanilleschote
2 EL Speisestärke
Für die Klöße:
125 ml Milch
1 EL Butter
50 g Grieß
1 Ei (Gr. M)
1 Prise Salz
Zubereitung
Für die Suppe:
Die Schale der Zitrone abreiben und aus einer Zitronenhälfte den Saft auspressen. Den Holundersaft mit Apfelsaft, Zimtstange, Zitronensaft und Zitronenabrieb aufkochen. Den Zucker zufügen. Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Ebenfalls zugeben. Alles 5 Min. köcheln lassen.
Für die Grießnocken:
Milch mit Butter und Salz in einem kleinen Topf aufkochen. Den Grieß unter ständigem Rühren einrieseln lassen und so lange weiterrühren, bis sich die Masse als Kloß vom Topfboden löst. Vom Herd nehmen und das Ei schnell unterrühren.
In einem großen Topf reichlich Salzwasser erhitzen. Aus der Grießmasse mit zwei Teelöffeln oder den Händen kleine Nocken formen und im siedenden Wasser ca. 10 Min. gar ziehen lassen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen.
Die Speisestärke mit etwas Wasser anrühren, in die Suppe einrühren und nochmals kurz aufkochen. Zimtstange entfernen. Die Suppe auf Teller verteilen, die Grießnocken daraufsetzen und sofort servieren.

Mit ihrem zweiten Kochbuch „Moin – Rezepte und Geschichten von der Nordseeküste“, das am 2. Juni im Hölker Verlag erscheint, bringt das Mutter-Tochter Duo Susanne und Alina Sawallisch die Nordseeküste auf den Teller. Darunter traditionelle norddeutsche Rezepte und eigene Interpretationen. Auf 112 Seiten gibt es neben authentischen Einblicken in die Nordsee-Küche auch persönliche Geschichten und informative Elemente. Vor 16 Jahren entdeckte Familie Sawallisch an der Küste ein altes Reetdachhaus und verbrachte künftig ihre freien Wochenenden an der Nordsee. Mit dem neuen Werk drückt das Duo seine Liebe zu dieser zweiten Wahlheimat aus: „Das Meer war uns als Hamburgern natürlich vertraut. Doch erst hier an der Küste haben wir verstanden, wie stark Wind, Wetter und Gezeiten das Leben beeinflussen. Alles richtet sich danach – auch das Essen“, heißt es im Vorwort.
