Für TV-Koch Johann Lafer ist das Sonntagsessen mit der Familie mehr als eine Mahlzeit: Es ist ein Ritual und die Gelegenheit, sich bewusst Zeit füreinander zu nehmen. In seinem neuen Kochbuch „Der Geschmack des Sonntags“, welches am 7. November im Gräfe und Unzer-Verlag erscheint, widmet er sich deshalb der klassischen Familienküche und holt den Braten zurück an die Sonntagstafel. Auf 240 Seiten finden sich rund 90 Rezepte, von Bauernente und Sauerbraten über Wiener Schnitzel und Tafelspitz bis zu Fischgerichten und süßen Klassikern. „Bei uns zu Hause war der Sonntag heilig, und was auf den Tisch kam, war immer etwas Besonderes für mich“, sagt Lafer.
Zurück zur klassischen Familienküche
Für Lafer selbst hat der Sonntag auch heute wieder eine besondere Bedeutung. Seit er kein eigenes Restaurant mehr führt, sei der Tag zu Hause erneut zum Familientag geworden. Im Mittelpunkt stehen Gerichte, die zwar etwas Zeit brauchen, sich aber gut vorbereiten lassen. Neben Geflügel, Rind, Kalb, Lamm, Schwein und Wild widmet Lafer auch Fisch ein eigenes Kapitel. Dazu kommen Beilagen, die aus ihrer Nebenrolle geholt werden – etwa Thüringer Kartoffelklöße, Serviettenknödel oder Apfel-Rotkohl. Den süßen Abschluss bilden Klassiker wie Schwarzwälder Kirschtorte, Donauwelle oder Omas Apfelkuchen. Eine Besonderheit ist das Kapitel „Resteküche de luxe“. Übrig gebliebener Sonntagsbraten wird hier nicht einfach aufgewärmt, sondern bekommt eine neue Bühne: Aus Entenbraten wird etwa ein Sugo mit Salbei-Pappardelle, aus Gänsebraten ein Gröstl mit Rosenkohl und Maronen.

