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Schließung

Eine Hamburger Institution geht in Rente

Seit 2007 servierten Li Wu und Ning Hu im Peking-Enten-Haus am Rothenbaum hauptsächlich die traditionelle Pekingente. Doch nun hat das Restaurant überraschend und dauerhaft geschlossen

9. September 2026 von Paula Rieck

Die legendäre Pekingente aus dem Peking-Ente-Haus / ©Peter Wagner / Foodbild
Die legendäre Pekingente aus dem Peking-Ente-Haus / ©Peter Wagner / Foodbild

Wer in Hamburg die traditionelle Pekingente probieren wollte, wurde in dem chinesischen Restaurant, das auf das traditionelle Gericht spezialisiert war, fündig. Doch jetzt wird im Peking-Enten-Haus nicht mehr gekocht und serviert. Ein Zettel an der Tür verrät, dass das Lokal geschlossen ist – und das wird auch so bleiben. Der Grund ist einfach:

Wir sind viel zu alt! Wir sind im Rentenalter und brauchen Zeit für uns

Inhaber Ning Hu

Das Inhaber-Ehepaar hat lange das Alter erreicht, in dem viele sich zur Ruhe setzen – sie sind beide 74 Jahre alt. „Wir haben mehr als 20 Jahre geschuftet“, sagt Hu. „Irgendwann ist Schluss.“ Nun wollen die beiden ihren Lebensabend gemeinsam und ohne den anstrengenden Alltag in einem gut laufenden Restaurant verbringen.

Geringe Chancen für einen Neuanfang

Nach der Verkündung, dass das Traditionslokal schließen wird, hätten sich laut Inhaber viele Stammgäste gemeldet und brachten ihr Bedauern zum Ausdruck. Aufgrund der hohen Nachfrage sowie aus eigenem Interesse suchten die Inhaber bereits in den vergangenen zwei Jahren nach einem Nachfolger, um das bewährte Konzept unter einem neuen Besitzer weiterzuführen – jedoch erfolglos. Aus diesem Grund schätzt Hu die Wahrscheinlichkeit für eine Neueröffnung des Restaurants mit dem aktuellen Meister als gering ein.

Das Peking-Enten-Haus gab es seit 1982. Ursprünglich befand sich das Restaurant an der Rentzelstraße, später zog es an den Laufgraben am Rothenbaum, wo Li Wu und Ning Hu es 2007 übernahmen.  

Der Koch tranchierte den Vogel höchstpersönlich am Tisch / ©Peter Wagner / Foodbild
Der Koch tranchierte den Vogel höchstpersönlich am Tisch / ©Peter Wagner / Foodbild

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Immer auf der Suche nach dem nächsten kulinarischen Highlight entdeckt Paula Rieck gerne neue Cafés, Restaurants und Bäckereien. Ihre größte Leidenschaft gilt jedoch dem Selbermachen – besonders Sauerteigbrot – und allem, was Zeit, Handwerk und gute Zutaten verlangt.