Wer in Hamburg die traditionelle Pekingente probieren wollte, wurde in dem chinesischen Restaurant, das auf das traditionelle Gericht spezialisiert war, fündig. Doch jetzt wird im Peking-Enten-Haus nicht mehr gekocht und serviert. Ein Zettel an der Tür verrät, dass das Lokal geschlossen ist – und das wird auch so bleiben. Der Grund ist einfach:
Wir sind viel zu alt! Wir sind im Rentenalter und brauchen Zeit für uns
Inhaber Ning Hu
Das Inhaber-Ehepaar hat lange das Alter erreicht, in dem viele sich zur Ruhe setzen – sie sind beide 74 Jahre alt. „Wir haben mehr als 20 Jahre geschuftet“, sagt Hu. „Irgendwann ist Schluss.“ Nun wollen die beiden ihren Lebensabend gemeinsam und ohne den anstrengenden Alltag in einem gut laufenden Restaurant verbringen.
Geringe Chancen für einen Neuanfang
Nach der Verkündung, dass das Traditionslokal schließen wird, hätten sich laut Inhaber viele Stammgäste gemeldet und brachten ihr Bedauern zum Ausdruck. Aufgrund der hohen Nachfrage sowie aus eigenem Interesse suchten die Inhaber bereits in den vergangenen zwei Jahren nach einem Nachfolger, um das bewährte Konzept unter einem neuen Besitzer weiterzuführen – jedoch erfolglos. Aus diesem Grund schätzt Hu die Wahrscheinlichkeit für eine Neueröffnung des Restaurants mit dem aktuellen Meister als gering ein.
Das Peking-Enten-Haus gab es seit 1982. Ursprünglich befand sich das Restaurant an der Rentzelstraße, später zog es an den Laufgraben am Rothenbaum, wo Li Wu und Ning Hu es 2007 übernahmen.
