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S. Pellegrino Kochwettbewerb

Hamburger Jungkoch auf zweitem Platz

Nouri Abou Alchaar landete beim Vorentscheid der S.Pellegrino Young Chef Academy Competition auf dem Siegertreppchen. Mit seinem Gericht „Lamb Journey“ erzählt der 26-Jährige von seinem Weg aus Syrien nach Hamburg

2. November 2026 von Alina Fedorova

Beim Vorentscheid der S. Pellegrino Young Chef Academy Competition landete Nouri Abou Alchaar aus Hamburg auf dem zweiten Platz / ©S.Pellegrino
Beim Vorentscheid der S. Pellegrino Young Chef Academy Competition landete Nouri Abou Alchaar aus Hamburg auf dem zweiten Platz / ©S.Pellegrino

Beim deutsch-österreichischen Vorentscheid der S. Pellegrino Young Chef Academy Competition am 27. Oktober in Frankfurt traten zehn Nachwuchstalente aus Deutschland und Österreich gegeneinander an, um sich das Ticket zum Weltfinale 2027 zu erkochen. Die Jury aus Spitzenköchen und -köchinnen mit insgesamt neun Michelin-Sternen bewertete neben Geschmack und handwerklichem Können auch Kreativität und die persönliche Geschichte hinter den Kreationen. Auf dem Teller sollten sich die Stationen der eigenen kulinarischen Ausbildung und die persönliche Lebensgeschichte wiederspiegeln. Nouri Abou Alchaar aus Hamburg belegte mit seinem Signature Dish „Lamb Journey“ den zweiten Platz, inspiriert von seinen syrischen Wurzeln und seiner Reise nach Deutschland.

Die Sieger-Signature Dishes begeistern mit Story und Technik

In seinem Signature Dish blickte Abou Alchaar auf seinen Weg von Syrien nach Hamburg zurück. Aromen und Zutaten aus seiner Heimat wie Bulgur, Aleppo-Pfeffer und Kreuzkümmel trafen auf Einflüsse aus der japanischen Küche wie Miso, Ponzu und Nori. Im Mittelpunkt stand jedoch ein Nose-to-Tail-Gedanke, bei dem verschiedene Teile vom Lamm verarbeitet wurden. Auch optisch griff der 26-Jährige seine Lebensgeschichte auf: graue Asche, die kurz vor dem Servieren über das Gericht gestäubt wurde, symbolisierte Krieg und Zerstörung, während frisches Grün an Hoffnung und Erneuerung erinnern sollte. „Der Wettbewerb hatte für mich eine ganz besondere persönliche Bedeutung. Ich durfte ein Gericht präsentieren, das einen wichtigen Abschnitt meines Lebens widerspiegelt – und das auf einer so besonderen Bühne“, so Abou Alchaar.

Den ersten Platz belegte der 23-jährige Nicolas Dekimpe, Sous-Chef im Wiener Restaurant Herzig. Mit seinem Signature Dish „Nomadic Chef, The Taste of Becoming“ sicherte er sich das Ticket für das Weltfinale 2027 in Mailand. Sein Gericht nahm die Jury mit auf eine Reise von der belgischen Nordseeküste durch verschiedene Küchen Europas bis nach Wien. Im Mittelpunkt stand die Langustine, die er in fünf unterschiedlichen Varianten zubereitete. „Nicolas hat ein unglaublich stimmiges Gesamtpaket abgeliefert. Handwerklich auf höchstem Niveau und mit einer überzeugenden Story“, resümiert Juror Andreas Krolik. „In meiner kulinarischen Handschrift setze ich auf ‚weniger ist mehr‘. Der Preis ist eine tolle Bestätigung, dass ich damit Menschen begeistern kann“, so der Gewinner. Den dritten Platz erreichte Bernhard Hirschbeck aus dem österreichischen Hallwang.

Nouri Abou  Alchaar „Lamb Journey“ erzählte von seiner Reise von Syrien nach Deutschland / ©S.Pellegrino
Nouri Abou Alchaar „Lamb Journey“ erzählte von seiner Reise von Syrien nach Deutschland / ©S.Pellegrino
Nicolas Dekimpe holte sich mit seinem Signature Dish „Nomadic Chef, The Taste of Becoming“ den Sieg / ©S.Pellegrino
Nicolas Dekimpe holte sich mit seinem Signature Dish „Nomadic Chef, The Taste of Becoming“ den Sieg / ©S.Pellegrino

Sonderpreise für junge Talente

Neben dem Ticket für das Weltfinale 2027 in Mailand an den Erstplatzierten wurden drei Sonderpreise vergeben. Den S.Pellegrino Social Responsibility Award für Nachhaltigkeit erhielt Catharina Feuchtmayr aus Jettingen-Scheppach in Bayern. Ihr Gericht „Last Generation“ verbindet traditionelle Wirtshausküche mit regionalen Produkten. Der Fine Dining Lovers Award für die stärkste persönliche Handschrift ging an Kateryna Boniakevych mit „Roots Beyond Borders“ aus Hofbieber in Hessen. Den Preis „Acqua Panna Connection in Gastronomy“ für die Verbindung von Tradition und Moderne erhielt ebenfalls Gesamtsieger Dekimpe.

Die Top 3: Nouri Abou Alchaar aus Hamburg, Nicolas Dekimpe aus Wien und Bernhard Hirschbeck aus Hallwang bei Salzburg (v.l.) / ©S.Pellegrino
Die Top 3: Nouri Abou Alchaar aus Hamburg, Nicolas Dekimpe aus Wien und Bernhard Hirschbeck aus Hallwang bei Salzburg (v.l.) / ©S.Pellegrino

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Ob Phở Bo oder Ramen: Asiatische Nudelsuppen könnte Alina Fedorova zu jeder Jahres- und Tageszeit schlürfen. Lange Zeit in der Gastro tätig, hat sie Tablett gegen Tastatur getauscht und schreibt jetzt über Hamburgs Gastro-Szene. Oft steht sie selbst hinterm Herd und kocht Rezepte aus aller Welt.