Seit dem 24. Oktober wird in der Großen Bergstraße 142 in Altona wieder westafrikanisch gekocht. Im neu eröffneten Tropical Point stehen Patricia Bestelmeyer und ihre Mutter Joyce gemeinsam hinter dem Restaurant: Die Mutter kocht, die Tochter organisiert den Betrieb. Auf der Karte stehen ghanaische Klassiker und Gerichte aus weiteren Ländern Westafrikas.
Mama ist sozusagen die Chefin im Küchenbereich, ich bin der Kopf des Ganzen
Patricia Bestelmeyer
Von Altona auf die Festivals und zurück
Joyce Bestelmeyer eröffnete 2008 ihr Restaurant am Bahnhof Altona. Zuvor hatte sie ihre Gerichte auf Märkten und Straßenfesten verkauft. Acht Jahre später musste sie den Laden schließen. Nach der Schließung 2016 verkaufte die Familie ihre Gerichte weiter auf Hamburger Festivals – von der Altonale bis zum Hafengeburtstag. Ein eigenes Restaurant suchten Bestelmeyer und ihre Mutter trotzdem weiter. Als sich die Gelegenheit in der Großen Bergstraße ergab, griffen sie zu. Seit Mai haben sie renoviert, nun ist Tropical Point wieder ein fester Ort für ihre Küche. Die Aufgaben sind dabei klar verteilt: „Mama ist sozusagen die Chefin im Küchenbereich, ich bin der Kopf des Ganzen“, sagt Bestelmeyer. Sie arbeitet weiterhin als Lehrerin und kümmert sich nach dem Unterricht um den Restaurantbetrieb, während ihre Mutter am Herd steht.
Vom Mittagsbuffet bis zu Fufu und Pounded Yam
Das Mittagsbuffet ist für Gäste gedacht, die verschiedene Gerichte probieren möchten. Montags bis samstags von 11 bis 16 Uhr gibt es eine vegetarische Auswahl für 11 Euro, mit Fleisch kostet das Buffet 13 Euro. Je nach Woche stehen beispielsweise Fried Rice, Couscous, gebratene Nudeln mit Ei sowie Beef Stew, Fish Stew oder Chicken Stew bereit. Daneben bietet die Speisekarte einzelne Gerichte wie Jollof-Reis, Rindfleisch in Erdnusssoße und Fufu mit verschiedenen Soßen und Beilagen. Wer sich intensiver mit der westafrikanischen Küche beschäftigen möchte, findet im Tropical-Point-Spezialmenü Gerichte aus mehreren Ländern. Dazu gehören unter anderem Eba und Pounded Yam aus Nigeria sowie Spezialitäten aus Ghana, Togo und Senegal. Als Vorspeisen gibt es beispielsweise frittierte Kochbananen. Das Fleisch ist halal. Auch die Preisgestaltung ist Teil des Konzepts. „Wir wollen, dass Leute sich wieder leisten können, Essen zu gehen“, sagt Bestelmeyer. Langjährige Lieferanten und Einkaufspartnerschaften helfen der Familie dabei, die Kosten im Blick zu behalten.
Wir wollen halt, dass Leute sich wieder leisten können, Essen zu gehen
Patricia Bestelmeyer